6 Uhr morgens am Flughafen in Bangkok – Janina, Markus, Rona und Meret sitzen auf ihren Backpacks und warten auf Tim, das letzte Mitglied der Einsatztruppe. Gleich startet unsere fünfstündige Fahrt mit dem (zum Glück klimatisierten) Bus über die Grenze Thailands nach Kambodscha zu Petra Marek und ihrer Familie und damit auch unser 12-tägiger Einsatz bei „Bamboo Shoots“, in dem wir neben der Arbeit in den Vorschulen auch den Ausbau der Nachmittagsschulen für die größeren Kinder angehen werden.

Rückblickend sind wir unendlich dankbar für die Zeit, die wir in Kambodscha verbringen durften. Sei es die Arbeit mit den Kindern in den einzelnen Schulen, den Lehrern oder der Familie Marek. Schon beim Besuch der ersten Schule rannten uns die Kinder in die Arme und hatten keinerlei Berührungsängste. Die Zeit mit ihnen war erfüllt von Lachen und spannenden Eindrücken in die kambodschanische Kultur.

Hygiene kinderleicht erklärt

Wir durften die Schulen unterstützen, indem wir einige Sketche zum Thema Hygiene vorbereiten durften und es hat einen riesigen Spaß gemacht, den Kindern diese wichtige Thematik spielerisch nahe zu bringen und sie darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig beispielsweise das Zähneputzen oder das Aufhängen eines Mosquito – Netzes ist. Hierbei waren in unserem Sketch vor allem die von nicht weggeräumten Essensresten angelockten, von uns verkörperten Mäuse sehr beliebt und der durch mangelnde Hygiene „erkrankte“ Markus sorgte für einige Tränen 😉 Des Weiteren durften wir den Kindern diese wichtige Thematik auch praktisch nahe bringen, sei es durch Händewaschen oder eine groß angelegte Entlausung.

Ausbau der Nachmittagsschulen

Auch die Arbeit mit den älteren Kids und Jugendlichen, die durch die Freiwilligengruppe der Master’s Commission (Bericht hier) vorher ausgebaut wurde, unterstützten wir mit Spielen, kurzen Inputs und anschließender Kleingruppenzeit. Dort wurden u.a. Nägel lackiert, gebastelt oder Haare geflochten, was für sehr große Begeisterung bei den Kids sorgte und ihre Zeit nach der Schule kreativ füllte. Zu diesen Nachmittagsklassen kamen unglaublich viele Kinder, was uns extrem freute und wir hoffen, dass dies sich auch in Zukunft so weiterentwickelt. In Kambodscha werden die Kinder sonst oft viel bei der Feldarbeit und im Haushalt eingebunden und es bleibt wenig Zeit für individuelle Entfaltung.

Sehr beeindruckt haben uns auch die Lehrer, mit denen wir viel Zeit verbrachten und die total offen waren mit uns auch tiefe Gespräche zu führen und aus ihrem Leben zu erzählen. Wir lernten sie alle als sehr herzliche und engagierte Menschen kennen und waren auch sehr beeindruckt von Petras Umgang mit ihnen und man konnte ihre Liebe für andere Menschen jeden Tag spüren. Für Petra sind die Lehrer nicht nur einfach Angestellte, sondern auch Freunde und sie unterstützt sie auch in ihrem jeweiligen Privatleben so gut wie sie kann.

Hierbei lernten wir sehr viel über die Mentalität der Kambodschaner und die Unterschiede der deutschen und der kambodschanischen Kultur kennen, was total interessant und spannend war. Um sie zu wertschätzen kochten wir an einem Abend eine riesige Portion Spaghetti Bolognese für die Lehrer und luden sie zu uns ein.

Besonders dankbar sind wir auch für die schöne Zeit mit Mareks, in der wir mit Petra und Thi`s Kindern spielten, viele Fragen über die Kultur und das Leben in Kambodscha stellen konnten, praktisch im Garten halfen und einfach diese bewundernswerte Familie kennenlernen und in unsere Herzen schließen durften. Sie ermöglichten uns einen ganz nahen und echten Eindruck über ihre Arbeit und ihr Leben in Kambodscha und wir haben uns extrem wohl bei ihnen gefühlt. Nicht nur die persönlichen Gespräche und Offenheit beeindruckte uns, sondern auch die Gastfreundschaft die uns die ganze Familie entgegenbrachte. Jeden Tag bekamen wir typisch kambodschanisches und super leckeres Essen serviert, wurden auf den Markt mitgenommen oder konnten uns sogar selbst Becher und Schmuck aus Kokosnüssen schnitzen.

 

Auch wir als Einsatzteam hatten unglaublich viel Spaß zusammen und sind in dieser Zeit sehr zusammengewachsen und haben uns besser kennengelernt. Nach dem Einsatz in Kambodscha haben wir die Gelegenheit in Asien zu sein genutzt und sind dann noch zwei Wochen gereist und haben die Zeit bei „Bamboo Shoots“ noch einmal reflektiert und uns erholt. Wir alle vermissen die Zeit in Kambodscha sehr und sind uns sicher: wir werden wiederkommen!

 

Social Media

  • facebook, Bamboo Shoots e.V.
  • twitter, Bamboo Shoots e.V.
  • YouTube, Bamboo Shoots e.V.
  • Instagram