Ein Bericht über den Besuch einer Gruppe von jungen Freiwilligen bei „Bamboo Shoots“.

Unser Trip nach Kambodscha war der größte und spannendste Einsatz unseres Teams bei dem einjährigen Programm von MC (Master’s Commission). Mit einer Gruppe von 16 tatkräftigen jungen Erwachsenen flogen wir im Juni vergangenen Jahres nach Siem Reap,  um die NGO „Bamboo Shoots“ und ihre Leiterin Petra Marek drei Wochen lang zu unterstützten. In den Vorschulen gestalteten wir ein buntes Programm für die Kinder mit Spielen, Sketchen, Inputs und andere Aktivitäten. An einigen Tagen organisierten wir auch Kinderfeste für die älteren Kinder in der Gegend.

Besonders Spaß gemacht hat es, den Lehrern der Schulen Englischunterricht zu geben, die uns mit viel Wissensdurst und Humor begegneten. Alles in allem war diese Reise eine gute Möglichkeit etwas an Menschen weiterzugeben, die unter ganz anderen Lebensumständen ihren Alltag bewältigen als wir. Die Menschen, vor allem die Kinder, sind uns mit einer großen Offenheit begegnet und es war schön zu sehen, wie man ihnen allein durch unsere Anwesenheit eine Freude bereiten konnte.

  

In den drei Wochen konnten Dinge in Gang gesetzt werden, an die wir überhaupt nicht gedacht hatten. Nach einem der Kinderfeste wurde uns begeistert berichtet, dass die Jugendlichen nun Lust hätten, eine Jugendgruppe ins Leben zu rufen. Auch die Leiterin von „Bamboo Shoots“,  Petra Marek, war uns ein Bespiel dafür, was ein einzelner Mensch im Leben bewirken kann. Sie hat uns alle sehr beeindruckt durch ihre freundliche, herzliche Art und ihre Weise, Dinge anzupacken und einfach zu machen. Daher war es uns eine große Freude, sie nicht nur in ihrem Projekt, sondern auch bei ihr zu Hause mitzuhelfen.

 

Dort konnten wir auch unter anderem die kambodschanische Nachbarschaftskultur kennenlernen, in der die Feiern von Hochzeiten und Beerdigungen mit lauter Musik zelebriert werden und nicht zu überhören sind. Auch um 6 Uhr früh. Abgesehen davon genossen wir die kambodschanische Küche, da entweder für uns gekocht wurde oder wir die Vorzüge der günstigen Restaurants vor Ort nutzten. Uns überraschte, dass es mit Ausnahme von zwei Mahlzeiten jeden Tag Reis gab.

  

Auch beim Autofahren, konnten wir die kambodschanische Kultur von einer anderen Seite kennenlernen. Die Kambodschaner pflegen eine sehr aktive Fahrweise, bei der einem das ein oder andere Mal das Herz stehen bleibt. Weitere Empfindlichkeiten entstanden durch die pralle Sonneneinstrahlung, durch die uns der ein oder andere Sonnenbrand nicht erspart blieb.

 

Ein weiteres Highlight war definitiv unser Tagesausflug nach Angkor Wat eine der größten und berühmtesten Tempelanlagen der Welt. Sie liegt nicht weit von Siem Reap und den Vorschulen der NGO. Es war sehr faszinierend, etwas über die alte Kultur der Khmer zu lernen und ihre Überreste direkt vor Augen zu sehen. Die ausgeklügelte Architektur und aufwendigen Wandbilder zeigten den damaligen arbeitstechnischen Fortschritt und die Einflüsse aus Hinduismus und Buddhismus, die das Land heute noch prägen. Von einem Touristenguide bekamen wir noch weitere Hintergrundinformationen über die Entstehung dieser riesigen und einzigartigen Tempelanlage.

 

Bei diesem Besuch lernten wir auch die Naturvielfalt Kambodschas kennen. Uns beeindruckten die gigantischen Bäume, die sich um die Tempelsteine schlingen. Auch bei Petra im Garten bestaunten wir die tropischen Pflanzen und Blumen in allen unterschiedlichen Farben. Mit Schmetterlingen, Termiten und Tausendfüßlern zeigte sich die Tierwelt Kambodschas von ihrer interessanten Seite. Die Riesenspinnen und Kakerlaken hätten uns etwas mehr fern bleiben können, aber gehören auch zu einer Asien-Reise dazu.

  

Der Einsatz unserer Gruppe war ein großer Erfolg für uns als Team und die Mitarbeiter von „Bamboo Shoots“. Jeder konnte seine Fähigkeiten mit einbringen und sich somit gegenseitig unterstützen. Wir genossen die Gemeinschaft und lernten viel voneinander. Wir sind sehr dankbar für all die Erfahrungen und Herausforderungen, die wir aus der Zeit in Kambodscha mitnehmen. Der Einsatz wird uns immer in Erinnerung bleiben und wir danken Petra Marek für so eine einzigartige Möglichkeit, auf der anderen Seite der Welt Kindern in Not zu helfen.

 

Weitere Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie hier.

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